Auftraggeber: Region Hannover
Zeitraum: 2025-2029
Standort: Hannover, Deutschland
Die Region Hannover hat das Ziel, ihren ÖPNV nachhaltiger, zugänglicher, attraktiver und zukunftsfähiger zu gestalten.
Grundlage dafür ist der „Aktionsplan Verkehrswende – VEP 2035+“, der unter anderem eine CO₂-Minderung der verkehrsbedingten Emissionen um 70 Prozent vorsieht.
Zur Umsetzung dieser Ziele erhielt die Region Hannover Anfang März 2025 von der Europäischen Investitionsbank (EIB) den Zuschlag für eine Förderung durch das EU-Förderprogramm ELENA. ELENA fördert u. a. innovative, nachhaltige und energieeffiziente Lösungen im Stadtverkehr und führte in Hannover zur Umsetzung des Projekts MIMS: Multimodal Innovative Mobility System in der Region Hannover.
MIMS zielt darauf ab, ein integriertes und zukunftsfähiges Mobilitätssystem für die Region Hannover zu planen und vorzubereiten. Dabei werden On-Demand-, aktive und autonome Mobilitätsangebote miteinander verknüpft.
Herausforderung
Der Verkehrssektor ist für mehr als 23 % der Treibhausgasemissionen in Europa verantwortlich. In Deutschland stellt die Reduktion dieser Emissionen eine besondere Herausforderung dar, nicht zuletzt aufgrund der starken Automobilindustrie. Auch die Stadt Hannover und die Region sind davon betroffen. Die Neugestaltung bislang auto-dominierter Verkehrs- und Stadträume erfordert umfangreiche Investitionen, bauliche Maßnahmen und eine klare politische Unterstützung. Gleichzeitig müssen neue Mobilitätsangebote strategisch aufeinander abgestimmt und integriert geplant werden, um attraktive und verlässliche Alternativen zum motorisierten Individualverkehr zu schaffen.
Ansatz
MIMS adressiert diese Herausforderungen durch einen koordinierten, langfristig ausgerichteten Planungsprozess. Mit rund 1,95 Mio. € aus dem EU-Förderprogramm ELENA unterstützt das Projekt die Region Hannover dabei, nachhaltige Mobilitätsmaßnahmen systematisch vorzubereiten. Ein interdisziplinäres Team aus regionalen Fachstellen und externen Expert:innen arbeitet an der Entwicklung von Machbarkeitsstudien, Geschäftsmodellen und regulatorischen Grundlagen als Vorbereitung für die spätere Umsetzung. Bax begleitet den Prozess als Teil des Umsetzungsteams, koordiniert das Vertragsmanagement mit der Europäischen Investitionsbank und trägt zu einer effizienten und reibungslosen Projektdurchführung bei.
Wirkung
Das Projekt MIMS legt die Grundlage für einen konkreten und messbaren Wandel im Verkehrsbereich der Region Hannover. Nach der Umsetzung werden die geplanten Maßnahmen zu erheblichen ökologischen und infrastrukturellen Verbesserungen beitragen. Dazu zählen insbesondere:
Der integrierte Planungsansatz der Region Hannover für eine multimodale Mobilität zeigt ein tiefes Verständnis dafür, was es braucht, um in Deutschland eine echte Verkehrswende zu erreichen.
Besonders beeindruckend ist, wie erfolgreiche Modelle wie der On-Demand-Service sprinti, der den Einwohner:innen der Region Hannover einen flexiblen Zugang zu bedarfsgerechten Minibus-Angeboten ermöglicht, gezielt weiterentwickelt werden, um den vielfältigen Mobilitätsbedürfnissen unserer Gesellschaft gerecht zu werden.
Wir freuen uns, diese Initiative von Beginn an begleitet zu haben, und blicken mit Zuversicht auf die nächsten Schritte sowie den weiteren erfolgreichen Projektverlauf.
– Nicolas Freitag, Bax Innovation Consultant