Partner: Die ProCirc Partnerschaft
Datum: 2019 – 2023
Standorte: Belgien, die Niederlande, Dänemark, Norwegen, das Vereinigte Königreich, Schweden
Beschaffungsorganisationen spielen eine Schlüsselrolle bei der Stimulierung der Kreislaufwirtschaft, indem sie ihre Nachfrage nutzen, um Märkte zu verändern. Die Herausforderung besteht darin, dass die Beschaffungspraktiken in der Regel linear sind und Kreislauflösungen nicht förderlich sind. Beschaffungsagenturen sind für den Kauf von Produkten verantwortlich, sind aber in der Regel nicht daran beteiligt, wie Materialien und Ressourcen verwendet oder entsorgt werden.
Herausforderung
Die Nordseeregion kämpft mit einer erheblichen Abfallkrise und den eskalierenden Kosten, die mit der Beschaffung neuer Materialien verbunden sind. In diesem Zusammenhang erweist sich die Einführung eines zirkulären Beschaffungswesens als eine wirksame Lösung. Angesichts der Tatsache, dass die öffentlichen Behörden in der EU jährlich beachtliche 14 % ihres BIP für das öffentliche Beschaffungswesen ausgeben (das entspricht 1,9 Billionen Euro), bietet sich eine direkte Möglichkeit, Investitionen in die Kreislaufwirtschaft zu lenken. Dieser strategische Ansatz geht nicht nur die Herausforderung der Abfallkrise an, sondern dient auch als proaktive Maßnahme zur Entschärfung der Wasserkrise in der Region und fördert so die Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit.
Annäherung
Bax arbeitete im Rahmen des ProCirc-Projekts mit Städten und Organisationen des privaten Sektors zusammen, um zu ermitteln, zu erproben und zu beweisen, wie die zirkuläre Beschaffung dazu beitragen kann, den Einsatz von Neumaterialien zu verringern und Emissionen und Abfälle in Sektoren wie Bau und Infrastruktur, Möbel, IKT und Textilien zu reduzieren.
Auswirkungen
ProCirc brachte 8 Organisationen des öffentlichen und 3 des privaten Sektors zusammen, die mehr als 30 Pilotprojekte zur Kreislaufbeschaffung mit einem Gesamtwert von 40 Millionen Euro durchführten. Jedes Pilotprojekt zielte darauf ab, 20-25% an Neumaterialien, Abfall und CO2-Emissionen zu reduzieren.